Lamai

Im Sammeltaxi geht es für 300 ฿ vom Haad Rin Queen Pier nach Lamai. Ich habe mir für die nächsten drei Nächte eine Unterkunft etwas südlich von Lamai gebucht. Leider habe ich mich mal wieder von Bewertungen und Bilder leiten lassen. Das Ganze entpuppt sich als Flop. Erstmal unsaubere Bettwäsche/Kopfkissen und dann auch noch ein Pool der trüb und grün wie ein Froschteich ist. Gerade wenn man nicht direkt am Meer ist, dann ist es schon ganz angenehm, wenn man sich auch mal im Pool erfrischen kann. Die Bettwäsche war schnell erledigt, aber das mit dem Pool hat der 73-jährige, aus Marseille stammende, Betreiber des Resorts nicht hinbekommen. An einem Nachmittag hab ich ihn dabei beobachtet, wie er wahllos Chemikalien aus einem großen Fass hineinschüttete. Zum Frühstück hat er uns mit “New York, New York” von Frank Sinatra “beglückt” und anstatt zu fragen, ob alles in Ordnung ist, klagt er sein Leid über die schweren Zeiten und dass alles so teuer ist. Zum Glück gibt es noch genügend auf der Insel, das man sich anschauen kann. Auch wenn sich das auf Tempel, Strände und Aussichtspunkte beschränkt.

Auf Samui’s höchstem Punkt (635 m über dem Meeresspiegel) steht Wat Teepangkorn. Da hat man quasi eine 360° Aussicht über Samui. Die Anfahrt ist ziemlich lang und nicht immer nur über eine gute, befestigte Straße. Nach einer Weile frage ich mich, ob ich überhaupt richtig bin, da außer mir niemand hier unterwegs ist, doch dann kann ich oben auf der Bergspitze schon das Ziel sehen, auch wenn es bis dort noch ein ganzes Stück zu fahren ist.

Am Straßenrand steht ein Roller mit Beiwagen, auf dem auf einem Gitter in Reih und Glied angeordnet getrocknete Fische zum Verkauf angeboten werden.

Auf dem Rückweg biege ich kurz links ab und fahre zum Hin Lat Wasserfall. Was soll ich sagen, auch dort ist wieder ein Tempel, allerdings ist heute auch beim dortigen Farm Café ein kleiner Markt, auf dem ich wieder neue Köstlichkeiten probieren kann. Leider fängt es dann zu regnen an. Mit einer Latte warte ich in dem Café auf der anderen Straßenseite bis der Regen vorbei ist und mache mich dann auf den Rückweg.