Samui

In einer kleinen Propellermaschine geht es mit Bangkok Airways in nur 45 Minuten Flugzeit von Phuket nach Koh Samui.

Auf dem Rollfeld des kleinen Flughafens werden wir mit einem Gefährt transportiert, das an eine der Bimmelbahnen im Freizeitpark erinnert.

Am Ausgang des Flughafens ist ein Stand, an dem der Transport der Touristen organisiert wird. Die Insel in verschiedene Zonen eingeteilt und man kann jeweils wählen zwischen einem Taxi oder einem Sammeltransport per Van. Ich wähle den Van und für meine Zone, den Bereich Lamai Beach kostet das 170 ฿ pro Person. Ein individuelles Taxi hätte 700 ฿ gekostet. Die vier Fahrgäste meines Vans werden nach und nach auf die gebuchten Resorts verteilt. Natürlich ist meines das Letzte auf der Route. Nachdem ich das mit dem Motorroller organisiert habe, „suche“ ich den Strand. Wie schon auf Lanta ist der direkte Zugang durch die Resorts in der ersten Reihe verbaut. Ich gehe einfach durch eines von denen durch und werde am Strand mächtig enttäuscht. Um ans Wasser zu kommen, muss man erst mal durch Müll stapfen. Das Wasser ist auch nicht glasklar. Wandert man den langen Strand entlang, dann sieht man überwiegend verwaiste und zum Teil auch verfallene Anlagen.
Die mit natürlichem Muschelbewuchs aufgewertete Handtasche hat schon fast etwas von Kunst oder von dem aufgerissenen Maul eines riesigen „Sandwurms“. 🙂

Es ist erschreckend, wie die zwei Jahre Covid vieles zerstört haben. Die Hotelanlagen, die noch in Betrieb sind oder gerade wieder den Betrieb aufgenommen haben, beherbergen derzeit nur sehr wenige Gäste. Die Hochglanzbilder der Reiseveranstalter aus den guten Zeiten vor Covid haben nichts mehr mit dem Istzustand zu tun. Was bisher nur in einem der fiktiven Endzeitfilme zu sehen war, ist hier Realität. Die leicht zerrissene BIO HAZARD Warnung flattert vor dem verlassenen Hotel im Wind. Für das Foto befinde ich mich bereits in der „Gefahrenzone“ hinter dem rot-weißen Absperrband. Der Pool hat sich in den letzten Jahren schon in ein Biotop verwandelt.

Das Bild wurde farblich etwas an die Dramatik angepasst, inhaltlich wurde nichts verändert

An der richtigen Stelle fotografiert, sieht es dann allerdings doch noch wie ein Traumstrand aus.

Mit dem Sonnenuntergang verschwinden die unschönen Dinge dann vorerst.