Karon

Nicht einmal 10 km nördlich von Nai Harn ist Karon mein nächster Stopp. Der Strand dort hat vergleichbar gute Qualität, ist allerdings mit über 3 km Länge einer der größeren. Das Hotel ist es etwas außerhalb, aber ich muss nur über die Straße gehen und schon bin ich am Strand. Man kann direkt im Hotel einen Roller mieten und ist damit in wenigen Minuten im Ort. Das Hotel hat eine sehr schöne, gepflegte Außenanlage.

Auch hier am Strand wieder Warnschilder und gleich daneben Essigflaschen zur Ersthilfe nach Quallenkontakt.

Ob diese Qualle gefährlich wäre, weiß ich nicht. Sie hat ca. 35 cm Durchmesser, allerdings keine sichtbaren Nesselfäden. Vielleicht sind es auch die etwas kleineren, bläulichen, denen man nicht zu nahe kommen sollte.

Auch den Nachbarstrand, den Kata Beach, habe ich mir zufällig angeschaut, als ich falsch abgebogen bin. Im Prinzip tut sich da nicht viel zwischen Kata und Karon Beach.

Im Ort sind auch mal wieder so einige schöne Streetarts bzw. Murals zu sehen.

Am Abend beschließe ich noch mal nach Patong Beach zu fahren, nur um mir das mal anzuschauen. Im Prinzip ist das wohl in etwa wie der Ballermann, nur mit mehr Sex and Drugs and … Die langsame Durchfahrt reicht mir schon. Aus diversen Clubs und Bars dröhnt ohrenbetäubend laute Musik, auf der Hauptpartymeile ist ganz schön Gedränge und überall sind spärlich bekleidete Thai-Frauen damit beschäftigt, den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Kurz bevor ich aus dem „Epizentrum“ raus bin, sehe ich die roten Blinklichter der Polizei. Da ich auf dem Hinweg schon bemerkt hatte, dass ich Ausweis und Führerschein im Hotel vergessen habe, biege ich lieber vor der Kontrolle rechts ab. Dass dieser „Trick“ natürlich bekannt ist, daran habe ich nicht gedacht. Bereits während ich abbiege, taucht direkt neben mir ein Motorradpolizist auf und fordert mich in der Seitengasse auf anzuhalten. Ich muss ein paar Fragen beantworten und alle Taschen entleeren. Trotz der fehlenden Dokumente kann ich dann aber zum Glück unbehelligt meine Fahrt fortsetzen. Ich vermute mal, dass diese Kontrollen täglich in Patong stattfinden. Fahren ohne Helm, Alkohol, Drogen, Waffen sind sicher keine Seltenheit. So war der abendliche Ausflug also noch für ein spannendes Erlebnis gut. Man kann sich jedoch auch gut vorstellen, wie schlimm es für die Gegend war, als gar keine Touristen ins Land kommen konnten. Ich möchte mir aber auch nicht vorstellen, wie extrem das an diesem Ort vor Corona war.
Bevor ich am nächsten Tag meine Reise rund um die Küste von Phuket fortsetzte, fahre ich für einen kleinen Mittagssnack in Form eines Papayasalates zu dem kleinen Ao Sane Beach. Selbst die „little spicy“ Version des Salates hat es in sich, aber immer wieder lecker der Salat aus der grünen Papaya mit Erdnüssen usw. Was die sonstigen Zutaten angeht, da hat jeder ein bisschen sein eigenes Rezept.