Border crossing

Heute durchquere ich zunächst den Caprivi Streifen Richtung Osten. Der Caprivi Streifen ist eine schmale, max. 100km breite Landzunge Namibias, die im Norden an Angola und Zambia und im Süden an Botsuana grenzt. Durch die Flüsse Okavango, Zambezi und Cuando ist alles grün und dicht bewaldet. An der Strecke gibt es oft Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen “Elefantenwechsel”.Was dieses Schild bedeutet erschließt sich nicht von selbst. Oft wird das in Zusammenhang mit einer Meterangabe verwendet (Auflösung am Ende des Posts).Nach ein paar Stunden erreiche ich den Grenzübergang Ngoma.Die Ausreise aus Namibia ist unkompliziert. Man muss halt nur einige Formulare ausfüllen und sich in irgendwelche Registrierungsbücher eintragen. Bei der Einreise nach Botsuana durchquere ich dann zunächst mit dem Auto ein Desinfektionsbecken in dem Reifen und Unterboden “dekontaminiert” werden. Dann den Stempel in den Pass beim Immigration und beim Custom das Auto in das Land einführen. Hierfür werden stolze 217 Pula, die Landeswährung von Botsuana, oder 31 US$ fällig. Man kann auch in Rand oder Namibischen Dollar bezahlen. Mit dem Stempel und dem Papier geht es wieder nach draussen zur Kühlschrankkontrolle. Beim mehr oder weniger gründlichem Hineinschauen gerät dem Officer mein Trinkjoghurt in die Hände und er fragt prompt, ob er den haben kann. Ich stimme zu und schon ist auch die Kontrolle beendet. Der Joghurt war es mir nicht wert bei einer ggf. gründlicheren Kontrolle auch noch die Salami, den Käse und die Eier zu verlieren. Ich muss lediglich noch einmal in ein Fußbad zur Desinfektion der Schuhe steigen. Schöne Baobab Bäume stehen am Grenzübergang Ngoma. Die können einen Stammumfang von bis zu 20m erreichen und mehrere tausend Jahre alt werden. Zu dem besonderen Aussehen gibt es eine Geschichte die besagt, das der Baum bei der Schöpfung immer am nörgeln war, das er auch so etwas haben wollte wie andere Bäume, da hat Gott ihn kurzerhand rausgerissen und kopfüber wieder in die Erde gesteckt. Deswegen sind nun die Wurzeln dort wo die Krone gewesen wäre. So sieht es zumindest aus. In Kasane ziehe ich mir noch ein paar Pula aus dem Automaten und setze meine Reise fort. Am Ortsausgang laufen die Warzenschweine herum. Später quert in einiger Entfernung eine Giraffe die Straße und auch Paviangruppen sitzen am Straßenrand. Das ist in Sachen Wildlife schon etwas mehr das, was ich in Afrika erwarte. Nach ca. 140km erreiche ich dann schon die nächste Grenze. Da ich nach Victoria Falls möchte, muss ich Botsuana hier schon wieder verlassen und über den Kazungula Border Post nach Zimbabwe einreisen. Auch hier wieder eine unkomplizierte Ausreise, aber eine vollkommen chaotische und zudem teure Einreise. Da ich mich nicht ordentlich informiert hatte dachte ich auch erst, dass man mich zumindest teilweise übers Ohr gehauen hat. In Nachhinein habe ich recherchiert, dass wohl alles seine Richtigkeit hatte, obwohl das nicht heißt, das auch alles gerechtfertigt war. Zahlen muß man hier 30US$ für das “Visum”, 50US$ für Tax, Road Toll usw. und dann nach zusätzlich 50US$ für CVG (Commercial Vehicle Guarantee), also quasi die Einfuhr des MietwagensWenn man frühzeitig bucht, dann kann man auch günstige Flüge von Windhoek nach Victoria Falls bekommen. Dann ist das relativ entspannt. Letztendlich sind die Grenzkontrollen aber auch Teil des “Abenteuers”. Einfach kann ja jeder 🙂 Bis zu meinem Hotel in Victoria Falls hatte ich noch ca. 65km Zeit mich zu “beruhigen”. Das Hotel ist ganz nett und die Falls werde ich mir dann morgen in Ruhe anschauen. Als ich noch etwas die Gegend erkunde, da sehe ich an den Bahnschienen nur 10 Fußminuten vom Stadtzentrum entfernt zwei Elefanten.

(Das Schild bedeutet, dass Stoppen in diesem Bereich verboten ist = durchgestrichenes S)

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