Laguna el Voladero

Der morgendliche Blick von meinem Zimmer auf die Laguna de Yahuarcocha mit dem dahinterliegenden, von den ersten Sonnenstrahlen erleuchteten Gebirge kann sich sehen lassen.Auch ein anderer Blick über die Lagune macht Lust auf mehr. Heute geht es für mich jedoch weiter Richtung Norden in den Naturschutzpark Reserva Ecológica El Ángel, der nur ca. 13km Luftlinie von der kolumbianischen Grenze entfernt ist. Kurz bevor der schwierige Teil des Weges beginnt halte ich an dem Dorfplatz in El Ángel. Hier werden die Pflanzen der Größe nach zu urteilen schon viele Jahre mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Heute steht mal wieder ein Friseurbesuch auf dem Plan. Die letzten 15km hat das Navi offensichtlich als normale Straße angenommen. Leider ist dies eine Schotterpiste, die viel Konzentration und Zeit erfordert. Ich überlege mehrfach, ob ich mit dem kleinen Chevrolet weiterfahren soll. Der eine oder andere Aufsetzter bleibt trotzt aller Vorsicht nicht aus. /km vor dem Ende der Straße dann noch eine verwaiste Kontrollstation.Am Ende der Straße taucht dann plötzlich ein Parkplatz mit einer Rangerhütte auf. Die Laguna el Voladero liegt auf einer Höhe von 3750m. Leider ist dies heute mitten in der Wolkendecke. Das heißt die Sicht in den Wolken ist entsprechend schlecht und die Lagune kaum zu sehen. Das besondere an dieser Gegend sind die unendlich vielen Frailejones, die nur im nördlichen Südamerika in bestimmten Klimazonen vorkommen. Auch im Nebel der Wolken ist die Gegend beeindruckend. Das Luft für’s Atmen wird in dieser Höhe schon etwas knapp, wenn’s bergauf geht. Ein kleines Stückchen tiefer kann man ohne Wolken dann erahnen wie unzählig viele dieser speziellen Planzen hier wachsen.Die Straßen sind im Großen und Ganzen gut hier, aber es gibt auch gefährliche Schlaglöcher. In der Regel werden die nicht gleich repariert, sondern es wird einfach vor dem Loch ein weißes Kreuz auf die Fahrbahn gemalt. Natürlich gibt es auch Löcher ohne weißes Kreuz und bereits reparierte Löcher bei denen man das weiße Kreuz nicht entferent hat. Es ist also angesagt sich auf die Straße zu konzentrieren.
Wirklich beeindruckend hier auf der Panamericana durch die Anden zu fahren. Das können Fotos zwar nur bedingt wiedergeben, aber dennoch ist man geneigt überall die fantastischen Eindrücke festzuhalten.Gegen 17:30h erreiche ich das Hotel in Quito. Um die Zeit wimmelt es überall von Menschen. Als ich um 19:30h ein Restaurant besuchen will, da schließt dieses gerade. Um 20:30h auf dem Rückweg zum Hotel sind die Straßen bereits wie ausgestorben und alle Läden sind zu. Das hätte ich mir gerade in der historischen Altstadt etwas anders vorgestellt.
Ich habe hier in Quito noch keine Uhr an irgendeinem Kirchturm gesehen, die ging bzw. die richtige Zeit angezeigt hat.

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