Lake Bunyonyi

Um kurz nach 6 Uhr werde ich von prasselndem Regen geweckt. Der Schauer dauert ca. 1/2h. Heute folgt die zweite Etappe auf dem Weg zum Bwindi Impenetrable Forest. Die ersten Stunden sind relativ unspektakulär.dscn5177 dscn5183Zu erwähnen sind allerdings die vielfach auf der Straße eingerichteten Polizeikontrollen bei denen ich bis heute immer so durchgefahren bin. Auf der Fahrbahn liegen jeweils links und rechts versetzt Betonelemente mit spitzen Stahldornen. So wird man gezwungen langsam durch die Kontrollstelle zu fahren.dscn5182-1Wie gesagt, bis heute wurde ich nicht rausgewunken, aber der Polizist an dieser Kontrollstelle wollte wohl auch mal Touristen kontrollieren. Während er mich nach meinem Permit fragt zückt er seine Radarpistole und schießt das ankommende Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn ab. Mein Glück, er gibt mir Zeichen weiterzufahren.
An der Straße oder in den Dörfern einfach so zu fotografieren missfällt mir, zumal immer alle Blicke automatisch auf den Muzungu (so werden die Weißen hier genannt) gerichtet sind. An diesem Bananenstand an Rande der Straße habe ich vorher gefragt.dscn5171Die „Bananenfahrräder“ sieht man in dieser Gegend ständig.dscn5174Auch alles andere, egal wie breit, hoch oder schwer, wird meist auf diese Art transportiert. Es herrscht reges Treiben auf, an und neben den Straßen.dscn5191 dscn5189Hier ist ein Markt an der Straße.dscn5190Wenn kleine Kinder am Straßenrand Ananas verkaufen, dann frage ich mich, ob es gut wäre etwas zu kaufen, oder unterstützt ich damit Kinderarbeit? Auf der anderen Seite würde man ja etwas dafür tun, dass in der Familie Geld für etwas zu Essen vorhanden ist.
Am Lake Bunyonyi lege ich eine Pause ein und geniesse die herrliche Aussicht bei einem frisch gepressten Wassermelonensaft. Die Besitzerin zeigt mir gleich die ganze Arcadia Lodge. So einen Ausblick von der Terrasse könnte man sich gefallen lassen.dscn5155-1dscn5161-1Im Hintergrund übrigens der Muhabura, einer der acht Virunga Vulkane. Am Straßenrand plötzlich ein paar Paviane und wenig später auch wieder Kronenkraniche.dscn5198Kurz darauf beginnt das Abenteuer. Ich verlasse die befestigte Straße und verlange damit Reifen und Fahrweg einiges ab. Ohne Allradantrieb wäre auf dieser Strecke kein Durchkommen. Auf dem Foto ist ein eher guter Teil der “Straße” mit „meinem“ Toyota zu sehen.dscn5205An den anderen Stellen muss man sich zu sehr darauf konzentrieren wo man fährt. Da ist dann keine Muße zum anhalten und fotografieren. Man ist froh, wenn man die Stelle gemeistert hat. Offenbar kommt hier nur selten ein Auto vorbei, und dann auch noch eines mit einem Muzungu. Die Kinder schauen entweder fast etwas erschrocken, oder sie winken und laufen dem Auto hinterher.
Hier noch einmal wunderschön die Virunga Vulkane.dscn5199 dscn5202 dscn5192Nach ca. 30km nehme ich an einer Y-Kreuzung leider die falsche Abfahrt. Ca. 8 holprige Kilometer später halte ich an und ein Mopedfahrer erzählt mir, dass die Straße in wenigen Kilometern nicht mehr weitergeht bzw. nicht mehr befahrbar ist. Er ist so nett mich gegen einen Spritkostenzuschuss bis zu der Stelle zu bringen von der aus ich zur Lodge komme.
Die Lodge ist sehr rustikal. Nur für die Beleuchtung gibt es Solarstrom, Das warme Wasser wird mit einem Feuer unter einem alten Blechfass gemacht. Das es hier kein Internet gibt versteht sich von selbst.

Schreibe einen Kommentar