Aras & Co.

Heute fahre ich an der Pazifikküste bis fast ganz in den Süden. Kaum das ich dort angekommen bin, entdecke ich quasi vor der Haustür in einem Baum bereits ein Ara Pärchen. Kein Wunder bei dem lauten Geschrei, dass die machen.DSCN3196Zunächst aber ein paar Stunden zurück. In Manuel Antonio besuche vor meiner Abfahrt um 7:30h noch den Nationalpark. Der Park wird trotz der großen Besucherzahlen im Internet überwiegend gelobt. Ich kann dem Lob nur bedingt zustimmen. Der Park ist gerade wegen den großen Besucherzahlen eher eine Touristenattraktion als ein Naturpark. Ein Reh, dass direkt am Weg frisst, lässt sich beispielsweise von den Gruppen, die nur wenige Meter entfernt die Fotoapparate zücken, überhaupt nicht stören. Am Strand räubern die Affen oft die Taschen der Badenden aus. Scheuere Tiere lassen sich in der Nähe der Wege nicht blicken. Die Kapuzineraffen gehören allerdings nicht dazu.DSCN3144Auch dieses Aguti frisst im Dickicht schnell noch etwas bevor der große Besucheransturm kommt.DSCN3158Die drei haben sich eng aneinander gekuschelt einen versteckten, trockenen Schlafplatz unter einem Blatt gesucht.DSCN3160Mutter Waschbär geht am Strand mit ihren drei Jungen spazieren. Wirklich putzig wie die drei tollpatschig miteinander spielen, während die Mama bei den herrenlosen Handtüchern und Taschen schaut, ob es dort etwas essbares gibt.DSCN3171Das nenn ich mal “Relaxen auf einem Ast”.DSCN3182Die letzten 30km der Fahrt führen wieder über nicht asphaltierte Straßen. Dabei sind vier Flüsse zu durchqueren. Bei drei weiteren Flüssen kann man zwischen einer “Überführung” oder einer Durchfahrt wählen. Die Überführung besteht dann beispielsweise aus Erdwällen mit zwei darüber gelegten Planken, die ziemlich genau die Spurweite des Autos haben. Bei einer Durchfahrt muss ich mir zunächst zu Fuß einen Weg suchen, der dann erstmal schräge in den Fluss auf eine Sandbank führt und von dort in einem Bogen wieder zurück zum Ufer. Krokodile hab ich zum Glück keine gesehen, sonst wär das mit der Erkundung etwas schwieriger gewesen. Der kleine Ort Drake Bay liegt mitten im Regenwald. Zur Sunset Lodge muss man einen seeehr steilen Pfad den Berg hochwandern. Dieser ist nur durch eine über den Matsch gelegte Planke gegenüber des Restaurants “El Tortuga” zu erkennen. Oben hat man zunächst erstmal keinen Atem mehr, gleichzeitig aber von der Terrasse einen traumhaften Blick auf die Bucht. Das mit den Aras hatte ich ja schon erwähnt. Es bleibt nicht das einzige Paar, dass ich am Nachmittag sehen bzw. hören werde.DSCN3192 DSCN3209 DSCN3205Kurz vor Sonnenuntergang überfliegen die Lodge hunderte von Rotstirnamazonen auf dem Weg zu ihrem Schlafplatz. Interessanterweise fliegen sie immer paarweise und nicht in einem großen Schwarm. Wie es sich für Papageien gehört, geschieht das mit lautem Geschrei.DSCN3213In der beginnenden Dunkelheit ist nur noch die Brandung des Pazifiks und das Konzert der Insekten (Frösche, Zikaden, Grillen und was auch immer) zu hören.DSCN3214

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Route (ca. 215km)
Unterkunft

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