Swaziland

Meinen Blick vom Frühstückstisch musste ich, bevor ich abreise, unbedingt noch festhalten. Wie mir die Besitzerin der Lodge erzählte wurde Ihre Lodge dieses Jahr als beste Accomodation in ganz KwaZulu-Natal ausgezeichnet. Da hab ich ja bei der Buchung den richtigen Riecher gehabt.

IMG_3239Lodge Afrique

Bevor es in Richtung Norden ins Königreich Swaziland geht, zunächst noch ein Ausflug in den iSimangaliso Wetland Park. Von St. Lucia führt eine asphaltierte Straße ca. 32 km in den Park, der zwischen dem Lake St. Lucia und dem Indischen Ozean liegt. Die Straße führt durch Wälder, Steppen und Grasland und endet am Strand. Rechts und links des Hauptweges gibt es mehrere unbefestigte Loops, von denen ich den einen oder anderen erkunde.

IMG_3248…unpaved loop…
IMG_3288

Es gibt wieder allerhand afrikanisches Getier zu sehen (Hippos, Zebras, Kudus und andere Antilopen, Warzenschweine, Meerkatzen).

IMG_3300Kaffernbüffel
IMG_3312Grüne Meerkatze

Besonders häufig vertreten sind hier auch die Pillendreher. Die Riesenkäfer fliegen überall durch die Luft, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, die „Haufen“ anderer zu entsorgen. Neu auf meiner persönlichen „Abschussliste“ sind Gnus.
IMG_3243Am Ausgang des Parks besuche ich noch eine Krokodilfarm. Hier kann man vom Baby bis zum erwachsenen Krokodil alles sehen. Die Echsen liegen absolut reglos herum, nicht einmal die Atmung sieht man. Ich dachte bei einem Exemplar, dass an exponierter Stelle lag, bereits, dass es sich um eine Attrappe handelt, bis es plötzlich sein Maul aufriss. Neben dem für Afrika typischen Nilkrokodil sind auch nicht heimische Arten wie z. B. der Mississippi-Alligator zu sehen.

IMG_3318Schnappi
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Nach ca. 1,5 h Fahrt erreiche ich die Grenze zu Swaziland. Unmittelbar davor entdecke ich neben der Straße eine kleine Giraffenherde, die sich am frischen Grün der Bäume satt essen.

IMG_3339 IMG_3337„Grenzgänger?“

Grenzkontrollen kennt man ja als Europäer kaum noch. Ausreise aus Südafrika, Einreise nach Swaziland, hier ′n Stempel holen, da ′n Formular ausfüllen, hier Gebühren zahlen. Zum Glück haben die Swazis mich hier am Golela Grenzübergang reingelassen (Einreiseinfo). Es fällt gleich auf, dass die Straßen hier in Swaziland leise sind. Der Asphalt in Südafrika ist so rau, dass es wegen dem daraus resultierenden Lärm der Reifen anstrengend ist, längere Strecken zu fahren. Im Vergleich dazu gleitet man hier förmlich dahin. Leider gibt es während der Fahrt meist keine Möglichkeit, an schönen Aussichtspunkten anzuhalten. Ein herrliches Bergpanorama begleitet mich eine ganze Weile. Die Berge gehören allerdings bereits wieder zu Südafrika.

IMG_3348Regenbogen

Nicht nur landschaftlich ist das hier mehr das Afrika, wie man es sich vorstellt. Schirmakazien überall, große Weite und die spezielle Lebensart der Afrikaner. Zum Beispiel all die Leute, die neben der Straße sitzen und stehen und auch Kühe oder Ziegen, die direkt an der Schnellstraße grasen. Als ich von der Hauptstraße in einen Ort abbiege, ist das gleich eine andere Welt. Unzählige Leute laufen herum, Autos fahren kreuz und quer, alles ist bunt und schmutzig zugleich. Das spezielle Etwas kann ich gar nicht beschreiben. Total ungewohnt für mich als Europäer. Da ich diesmal ohne Navi unterwegs bin, finde ich meine Unterkunft zum Glück noch kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Kein Vergleich zur Lodge Afrique, aber für eine Nacht reicht′s.

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