Road to Hāna

Heute werde ich mir die “Road to Hāna” vorgenehmen. Ein Muss für jeden Maui Besucher.
Hāna liegt im Osten der Insel. Von meiner Unterkunft im Westen kann ich nördlich oder südlich um den 1764m hohen Puʻu Kukui herumfahren. Ich entscheide mich für die Südvariante, da das ca. 1 Stunde weniger Fahrzeit bedeutet.
Bekannt ist die Straße nach Hāna, weil sie landschaftlich besonders schön ist. Die Strecke ist aber auch für Fahrer und Fahrzeug eine Herausforderung, denn sie schlängelt sich durch den Hang des Vulkans Haleakalā, was Haus der Sonne bedeutet. Der Vulkan nimmt ca. 75% der Fläche der Insel ein und ist über 3000m hoch. Es sollen auf der Strecke wohl so 600 Kurven mit unzähligen Engstellen und Brücken sein, die meist keinen Gegenverkehr zulassen. Let’s GO.

Kahekili Hwy

Wenn das Navi für 30km eine Zeit von 1,5h kalkuliert, dann sagt das ja schon einiges. Außerdem gibt es im Süden einige Kilometer, die nicht befestigt sind. Wenn es viel regnet oder geregnet hat, dann kann man diese Stelle nicht mehr passieren. Der Süden ist zur Zeit jedoch trocken und karg. Die Straße schlängelt sich wenig gerade durchs Nichts, als wäre man beim Herstellen etwas angetrunken gewesen.

Kalama Park Rd

Gelegentlich holpert man über einen “Cattle Guard”. An diesen Stellen befinden sich mit einem gewissen Abstand in die Straße eingelassene Stahlträger. Wegen den Lücken zwischen den Trägern können die Kühe da nicht drüber laufen, quasi ein überfahrbarer Zaun. Wären die Kühe nicht dumm, dann könnten Sie natürlich auf die Stahlträger treten und würden so diese Grenze überwinden.
Im Südosten der Insel komme ich an den Eingang zum Haleakala Nationalpark. Von hier aus hat man Zugang zu Wasserfällen und natürlichen Süßwasserpools im Flußlauf. Ich spendiere die $10 Eintritt, die für 3 Tage und auch für den Haleakala Krater gelten. Die Neugierde lockt mich auf den Pfad zu den Wasserfällen. Ich war hierauf natürlich nicht vorbereitet, hatte nur meine Flip-Flops an und zu trinken hatte ich auch nichts mehr. 1,6mi hören sich ja aber auch nicht sooo viel an. Am Eingang wird dazu geraten vernünftige Schuhe anzuziehen, weil es nass und rutschig wird. Der erste kleine Wasserfall kommt bereits nach 800m. Der Weg ist hier noch als solcher zu erkennen und auch noch nicht nass.Es folgt ein Tor mit dem Hinweis “noch 1,2mi bis zum Waimoku Wasserfall”!. Diese 1,2mi haben es dann in sich.Je tiefer man in den Regenwald vordringt, um so feuchter wird es. Der Weg ist mittlerweile nur noch ein ständig steigender Trampelpfad über Steine und Baumwurzeln. Nach ca. einem Drittel der Strecke taucht man auf einmal in einen beeindruckenden Bambuswald ein. Der Bambus ist geschätze 10m hoch und armdick.Die Stämme stehen so dicht, dass man nicht hindurchkommen würde, wenn nicht ein Pfad vorhanden wäre. Das Rauschen der Blätter und das leichte Aneinanderschlagen der Baumbusstämme untermalen die “Expedition” mit einer interessanten Geräuschkulisse.
Der Weg scheint kein Ende zu nehmen. Nachdem endlich der Bambuswald wieder vom Regenwald abgelöst wurde wird es noch steiler und holpriger. Alles ist schlammig und rutschig, aber ich komme mit meinen Flip-Flops trotzdem gut voran. Letztendlich muß man noch einen Bach durchqueren, um dann auf einer Lichtung herauszukommen wo aus ca. 120m Höhe das Wasser herunterfällt.

Waimoku Falls

Angenehm kühl ist es hier und einige Mutige oder besser Leichtsinnige stellen sich unter den Wasserfall. Das ist nicht ganz ungefährlich. Nicht nur, dass das Wasser sehr kalt ist, sondern bei einer Fallhöhe von 100m hat dieses auch schon ordentlich Kraft und gelegentlich werden wohl auch mal Steine aus der Felswand herausgelöst, die dann zu ernsthaften Verletzungen führen können.
Jetzt müßte um die Ecke der Bus warten, der wieder zurück ins Tal fährt, aber Fehlanzeige. Das ganze hat ca. 3Stunden gedauert und ich bin mittlerweile schon zeimlich durstig. Aus mir unverständlichen Gründen gibt es am Eingang nichts zu trinken. Vielleicht sollte ich hier einen Kiosk eröffnen.

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